Privatschulen erfreuen sich in Großbritannien großer Beliebtheit. Boarding Schools (Internate) haben eine große und lange Tradition. Nicht nur Eltern, die im Ausland arbeiten, häufig umziehen oder beruflich bedingt wenig Zeit haben, sich ausreichend um ihre Kinder zu kümmern, schicken ihre Kinder auf ein Internat. In vielen Fällen ist es auch so, dass Kinder und Jugendliche selbst den Wunsch äußern, in einem Internat zur Schule zu gehen. Während es bei uns oft heißt "wenn du nicht brav bist, kommst du ins Internat" heißt es in England schon eher "wenn du nicht brav bist, darfst du nicht ins Internat!".

Britische Internate haben einen sehr guten Ruf im In- und Ausland. Die Profile der einzelnen Schulen sind so vielfältig wie die Anzahl der Internate, die es in England, Wales, Schottland und Nordirland gibt. Man sollte also schon genau hinsehen, was geboten ist und was man selbst haben möchte oder braucht.

Gemeinsam ist ihnen, dass ihnen die Ausbildung der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler sowie die individuelle Betreuung und Förderung am Herzen liegt. Rektoren, Lehrer und Mitarbeiter an den Schulen sind mit großem Engagement bei der Sache. Privatschulen in Großbritannien haben oft einen kirchlichen Träger, die Zulassung ist aber nicht konfessionsgebunden.

Fast alle Schulen bieten die GCSEs im Year 11 an (unsere 10. Klasse) und die A levels als Schulabschluss nach der zweijährigen Oberstufe. Einige Schulen bieten auch das IB-Programm in der Oberstufe an.

Die meisten Internate sind "co-ed", das heißt, sowohl Mädchen als auch Jungs werden gemeinsam unterrichtet und haben ihre (getrennten!) Wohnbereiche im Internat. Nach wie vor gibt es auch noch reine Mädchen- und reine Jungsschulen. Diese haben eine lange Tradition und sind durchaus einen intensiven Blick wert!

Ich arbeite mit Internatsschulen unterschiedlicher Größe von Südengland bis hinauf nach Schottland und in Nordirland zusammen, zwei Schulen bieten auch einen Gastfamilien für den Aufenthalt an.